Was nicht im Projektstrukturplan steht, wird oft vergessen oder doppelt erledigt. Er beantwortet eine einfache Frage: Was gehört alles zum Projekt?
- Wofür
- Den gesamten Projektumfang vollständig erfassen
- Wann
- Nach dem Projektauftrag, vor Zeit- und Kostenplanung
- Wer
- Projektleitung gemeinsam mit dem Team
- Ergebnis
- Nummerierte Liste aller Arbeitspakete
Was ist ein Projektstrukturplan?
Der Projektstrukturplan, kurz PSP, heißt auf Englisch Work Breakdown Structure (WBS). Er zerlegt das Projekt Ebene für Ebene:
- Projekt: die oberste Ebene, zum Beispiel der Website-Relaunch.
- Teilaufgaben: große Blöcke wie Konzept, Design oder Umsetzung.
- Arbeitspakete: die unterste Ebene. Jedes hat ein klares Ergebnis, eine verantwortliche Person und einen schätzbaren Aufwand.
Gliedern kannst du nach Phasen (Konzept, Design, Umsetzung) oder nach Bestandteilen (Startseite, Formulare, Inhalte). Die Nummern 1, 1.1, 1.1.1 zeigen, was wozu gehört.
Wichtig ist die 100-Prozent-Regel: Alle Teile zusammen ergeben genau das ganze Projekt. Nichts fehlt, und nichts steht doppelt drin.
Schritt für Schritt
- Umfang klären. Was soll am Ende stehen? Projektauftrag und SMART-Ziele sind die Grundlage.
- Gliederung wählen. Nach Phasen ist für die meisten Projekte am einfachsten.
- Teilaufgaben bilden. Vier bis acht Blöcke auf der ersten Ebene reichen meistens.
- Arbeitspakete ableiten. So weit zerlegen, bis eine Person verantwortlich sein und den Aufwand schätzen kann.
- Nummerieren. Jede Zeile bekommt eine eindeutige Nummer.
- Mit dem Team prüfen. Fehlt etwas? Steht etwas doppelt drin? Erst dann kommen Zeitplan und Kosten.
Beispiel: Website-Relaunch
Im Bild oben ist der Relaunch nach Phasen gegliedert: Projektmanagement, Konzept, Design, Umsetzung und Go-Live. Zwei Dinge fallen auf:
- Projektmanagement ist ein eigenes Paket. Abstimmungen und Statusberichte kosten Zeit und werden sonst gern vergessen.
- „Inhalte migrieren“ ist groß. 120 Seiten sind zu viel für ein Paket. Hier lohnt eine weitere Ebene, etwa nach Bereichen wie Strom, Wasser und Service.
Typische Fehler
- Projektmanagement vergessen. Dann fehlt ein großer Teil des Aufwands.
- Tätigkeiten statt Ergebnisse. „Meetings“ ist kein Arbeitspaket, „Seitenstruktur abgestimmt“ schon.
- Zu grob oder zu fein. Pakete von Monaten lassen sich nicht steuern, Pakete von einer Stunde nicht pflegen.
- Reihenfolge im PSP. Wann etwas passiert, gehört in den Zeitplan, nicht in die Gliederung.
- Allein erstellt. Das Team kennt die Arbeit am besten.
Projektstrukturplan in Tasktopus AI
- Als Tabelle am Projekt: Spalten Nr., Arbeitspaket und Beschreibung. Pro Paket fügst du eine Zeile hinzu. Alle im Projekt sehen den aktuellen Stand.
- Als Blatt drucken: Die Ansicht „Blatt“ zeigt den Plan als saubere Tabelle, etwa für das Kickoff.
- Danach weiter: Die Arbeitspakete legst du als Aufgaben oder Meilensteine im Projekt an. Die zeitliche Abfolge zeigt die Timeline mit Gantt-Ansicht (ab Pro).
- Tarif: in allen Tarifen enthalten, auch im kostenlosen Starter.
Projektstrukturplan kostenlos anlegen
Im kostenlosen Starter enthalten. Keine Kreditkarte, keine Installation.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Projektstrukturplan und Projektplan?
Der Projektstrukturplan sagt, was zu tun ist. Der Projekt- oder Ablaufplan sagt, wann und in welcher Reihenfolge. Der Strukturplan kommt zuerst.
Wie fein sollte ein Arbeitspaket sein?
So fein, dass eine Person verantwortlich sein und den Aufwand schätzen kann. Als Faustregel gelten wenige Tage bis wenige Wochen Arbeit.
Was bedeutet WBS?
WBS steht für Work Breakdown Structure, die englische Bezeichnung des Projektstrukturplans. Gemeint ist dasselbe.
Ist der Projektstrukturplan in Tasktopus AI kostenlos?
Ja. Er gehört zu den 12 Kernmethoden im kostenlosen Starter. Starter bleibt dauerhaft kostenlos für bis zu 3 Projekte und 5 Mitglieder.