Unklare Ziele sind teuer. Jede Person arbeitet auf ein etwas anderes Ergebnis hin. Am Ende streitet man, ob das Projekt erfolgreich war. SMART-Ziele verhindern das mit fünf einfachen Prüffragen.
- Wofür
- Ziele klar und überprüfbar formulieren
- Wann
- Zum Projektstart, im Projektauftrag und wenn sich Ziele ändern
- Wer
- Auftraggeber oder Auftraggeberin mit der Projektleitung
- Ergebnis
- Ein bis fünf Ziele, die alle gleich verstehen
Wofür steht SMART?
SMART ist eine Merkhilfe aus dem Management, bekannt geworden Anfang der 1980er-Jahre. Jeder Buchstabe ist eine Prüffrage an ein Ziel:
- S – Spezifisch: Was genau soll erreicht werden, und für wen?
- M – Messbar: Woran erkennen wir, dass es geschafft ist? Mit Kennzahl oder klarem Kriterium.
- A – Erreichbar: Ist das Ziel mit Team, Budget und Zeit machbar? Oft steht das A auch für attraktiv oder akzeptiert, also von den Beteiligten getragen.
- R – Relevant: Zahlt das Ziel auf etwas Größeres ein? In anderen Fassungen steht das R für realistisch.
- T – Terminiert: Bis wann ist es erreicht?
Die Varianten unterscheiden sich kaum in der Sache. Tasktopus AI nutzt die Fassung spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert.
Schritt für Schritt
- Rohziel notieren. So, wie es im Raum steht, zum Beispiel „neue Website“.
- Spezifisch machen. Was genau gehört dazu? „Website mit CMS und Online-Formularen“ ist deutlich klarer.
- Messgröße festlegen. Eine Kennzahl mit Zielwert und, wenn möglich, Ausgangswert. Oder ein klares Abnahmekriterium.
- Machbarkeit prüfen. Reichen Team, Budget und Zeit? Gibt es Abhängigkeiten, die das Ziel kippen können?
- Relevanz begründen. Warum ist das Ziel wichtig? Wer die Antwort kennt, entscheidet im Zweifel besser.
- Termin setzen. Ein Datum, kein „im Herbst“.
- Gegenlesen lassen. Eine unbeteiligte Person sollte nach dem Lesen sagen können, wann das Ziel erreicht ist.
Beispiele: Website-Relaunch
Im Bild oben stehen zwei Ziele, die sich gut ergänzen:
- Ergebnisziel „Neue Website live“: Website mit CMS und Online-Formularen. Messbar daran, dass alle 120 Seiten migriert sind und der Test auf Barrierefreiheit bestanden ist. Erreichbar, weil das Team CMS-Erfahrung hat und das Budget freigegeben ist. Relevant als Pflicht für Ausschreibungen und zur Entlastung des Service. Go-Live am 30.11.2026.
- Wirkungsziel „Weniger Telefonanfragen“: Zählerstand und Umzug lassen sich online melden. Messbar an 30 % weniger Anrufen zu diesen Themen. Erreichbar, weil die Formulare im CMS enthalten sind. Relevant, weil der Kundenservice Zeit gewinnt. Zu erreichen bis 31.03.2027.
Tipp zum zweiten Ziel: „30 % weniger“ braucht einen Ausgangswert. Den sollte der Kundenservice vor dem Go-Live messen, sonst lässt sich das Ziel später nicht prüfen.
Typische Fehler
- Maßnahme statt Ziel. „CMS einführen“ ist ein Weg. Das Ziel ist, was danach besser ist.
- Nicht messbar. „Moderner“ oder „benutzerfreundlicher“ lässt sich nicht abhaken.
- Kein Ausgangswert. Ohne Startwert ist „30 % weniger“ nicht überprüfbar.
- Zu viele Ziele. Mehr als fünf Projektziele verwässern die Prioritäten.
- Einmal formuliert, nie wieder angeschaut. Ziele gehören in jede Statusrunde.
SMART-Ziele in Tasktopus AI
- Als Tabelle am Projekt: Spalten Ziel, Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant und Terminiert. Pro Ziel fügst du eine Zeile hinzu. Alle im Projekt sehen den aktuellen Stand.
- Zum Projektstart vorgeschlagen: Bei neuen Projekten stehen die SMART-Ziele in der Methoden-Auswahl oben unter „Passt jetzt zum Projekt“. Daneben stehen etwa Projekt-Steckbrief und Stakeholder-Analyse.
- Als Blatt drucken: Die Ansicht „Blatt“ zeigt die Ziele als Tabelle, zum Beispiel als Anlage zum Projektauftrag.
- Tarif: in allen Tarifen enthalten, auch im kostenlosen Starter.
SMART-Ziele kostenlos festhalten
Im kostenlosen Starter enthalten. Keine Kreditkarte, keine Installation.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Wofür steht die Abkürzung SMART?
Für spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Je nach Quelle steht das A auch für attraktiv oder akzeptiert und das R für realistisch.
Was ist der Unterschied zwischen SMART-Zielen und OKR?
SMART ist eine Formulierungshilfe für ein einzelnes Ziel. OKR (Objectives and Key Results) ist ein Rahmen, um Ziele für ganze Teams festzulegen und regelmäßig zu überprüfen. Beides passt zusammen: Key Results lassen sich gut SMART formulieren.
Muss jedes Ziel SMART sein?
Projektziele sollten es sein, denn an ihnen wird das Projekt gemessen. Eine Vision darf dagegen ruhig groß und inspirierend sein. Die SMART-Ziele leiten sich dann daraus ab.
Sind die SMART-Ziele in Tasktopus AI kostenlos?
Ja. Sie gehören zu den 12 Kernmethoden im kostenlosen Starter. Starter bleibt dauerhaft kostenlos für bis zu 3 Projekte und 5 Mitglieder.