Eine SWOT-Analyse beantwortet eine einfache Frage: Wo stehen wir, und was folgt daraus? Sie ist schnell gemacht, aber nur dann viel wert, wenn am Ende konkrete Maßnahmen stehen.

Wofür
Die Ausgangslage klären, bevor du planst oder entscheidest
Wann
Zum Projektstart, vor großen Entscheidungen, bei einem Kurswechsel
Wer
Projektleitung mit drei bis acht Beteiligten
Ergebnis
Vier gefüllte Felder und daraus abgeleitete Maßnahmen

Was ist eine SWOT-Analyse?

SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats, auf Deutsch Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die vier Felder ergeben sich aus zwei Fragen:

  • Intern oder extern? Stärken und Schwächen liegen im Projekt selbst: Team, Wissen, Budget, Zeit, Werkzeuge. Chancen und Risiken kommen von außen: Kunde, Markt, Gesetze, Lieferanten, Technik.
  • Hilfreich oder schädlich? Stärken und Chancen helfen dem Projekt, Schwächen und Risiken schaden ihm.

Der Unterschied ist wichtig: Interne Punkte kannst du direkt ändern. Auf externe Punkte kannst du dich nur vorbereiten. Die Methode stammt aus der Unternehmensstrategie, funktioniert aber genauso gut für ein einzelnes Projekt.

Wann lohnt sich eine SWOT-Analyse?

  • Zum Projektstart, damit alle die Ausgangslage gleich verstehen.
  • Vor einer Entscheidung, etwa ob ihr ein Angebot abgebt oder ein Projekt fortsetzt.
  • Wenn ein Projekt ins Stocken gerät und ihr die Lage neu sortieren wollt.

Weniger geeignet ist sie für die Suche nach der Ursache eines konkreten Problems. Dafür ist das Ishikawa-Diagramm besser.

Schritt für Schritt

  1. Frage festlegen. Worauf bezieht sich die Analyse? „Schaffen wir den Relaunch bis 30. November?“ führt zu besseren Antworten als „unser Projekt“.
  2. Intern sammeln. Stärken und Schwächen notieren. Am besten schreibt jede Person erst still für sich, dann tragt ihr zusammen. So reden nicht nur die Lautesten.
  3. Extern sammeln. Chancen und Risiken aus dem Umfeld ergänzen. Was tut der Kunde? Was ändert sich am Markt? Was hängt von Dritten ab?
  4. Verdichten. Doppeltes zusammenfassen, Vages konkret machen und je Feld auf drei bis fünf Punkte kürzen.
  5. Strategien ableiten. Die Felder kombinieren: Stärken nutzen, um Chancen zu ergreifen. Schwächen abbauen, die eine Chance verhindern. Stärken einsetzen, um Risiken abzufedern. Und vermeiden, dass eine Schwäche auf ein Risiko trifft.
  6. Maßnahmen festhalten. Jede Maßnahme bekommt eine verantwortliche Person und einen Termin. Wichtige Risiken gehören zusätzlich ins Risiko-Register.

Beispiel: Website-Relaunch

Eine Agentur baut die Website eines Stadtwerks neu. Das Team kennt das Content-Management-System (CMS) gut, und die vorhandenen Inhalte sind sauber gegliedert. Die neuen Texte fehlen aber noch, und bis zur Wintersaison ist wenig Puffer. Von außen drohen langsame Freigaben und ein Hosting-Wechsel, den der Kunde parallel plant. Gleichzeitig ist Barrierefreiheit ein Pluspunkt bei Ausschreibungen, und Online-Formulare können den Kundenservice entlasten.

Die vier Felder zeigt das Bild oben. Zwei Maßnahmen, die das Team daraus ableitet:

  • Schwäche trifft Risiko: Fehlende Texte und langsame Freigaben zusammen gefährden den Termin. Also werden feste Freigabefristen vereinbart und die Textlieferung als Meilenstein geplant.
  • Stärke gegen Risiko: Das CMS-Know-how des Teams hilft, den Hosting-Wechsel technisch zu begleiten, statt nur darauf zu warten.

Typische Fehler

  • Intern und extern vermischen. „Der Kunde gibt spät frei“ ist keine Schwäche des Teams, sondern ein Risiko von außen.
  • Zu allgemein bleiben. „Kommunikation“ ist kein Befund. „Freigaben haben keine festen Fristen“ schon.
  • Bei der Liste aufhören. Ohne abgeleitete Maßnahmen bleibt die SWOT eine Bestandsaufnahme.
  • Nur eine Sicht. Wenn nur die Projektleitung schreibt, fehlen die blinden Flecken.
  • Einmal machen und vergessen. Ändert sich die Lage deutlich, lohnt ein kurzer Blick auf die vier Felder.

SWOT-Analyse in Tasktopus AI

  • Am Projekt ausfüllen: Methode wählen, Titel vergeben, die vier Felder füllen. Alle im Projekt sehen den aktuellen Stand.
  • ✨ Tako füllt vor: Tasktopus AI ergänzt Vorschläge aus dem Projekt. Überfällige, blockierte oder unzugewiesene Aufgaben und Überlastung landen bei den Schwächen. Überfällige Meilensteine, ein knappes Budget und schon erfasste Risiken landen bei den Risiken. Erledigte Aufgaben und erreichte Meilensteine werden Stärken, freie Kapazität wird eine Chance. Das passiert regelbasiert aus den Projektdaten, ohne Sprachmodell. Gespeichert wird erst, wenn du speicherst.
  • Als Risiko übernehmen: Schwächen und Risiken übernimmst du per Auswahl ins Risiko-Register des Projekts. Die Stufe kannst du vorher anpassen, schon vorhandene Risiken werden übersprungen.
  • Als Blatt drucken: Die Ansicht „Blatt“ zeigt die klassische Vierfelder-Matrix mit intern und extern, hilfreich und schädlich. Mit Zoom und Drucken.
  • Zum Projektstart vorgeschlagen: Bei neuen Projekten steht die SWOT-Analyse in der Methoden-Auswahl oben unter „Passt jetzt zum Projekt“.
  • Tarif: ab Pro. Im 14-Tage-Test ist sie enthalten.

SWOT-Analyse direkt am Projekt ausfüllen

Ab Pro, im 14-Tage-Test kostenlos enthalten. Keine Kreditkarte, keine Installation.

Kostenlos starten

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Schwächen und Risiken?

Schwächen liegen im Projekt, und du kannst sie direkt ändern, etwa fehlendes Wissen im Team. Risiken kommen von außen. Du kannst ihnen vorbeugen oder dich darauf vorbereiten, sie aber nicht abstellen.

Wie viele Punkte gehören in jedes Feld?

Drei bis fünf aussagekräftige Punkte reichen meistens. Eine lange Liste wirkt gründlich, verwässert aber das Ergebnis. Lieber konkret als vollständig.

Was ist eine TOWS-Analyse?

Die TOWS-Analyse ist der zweite Schritt einer SWOT. Sie kombiniert die Felder zu Strategien: Stärken mit Chancen, Schwächen mit Chancen, Stärken mit Risiken, Schwächen mit Risiken. Genau das beschreibt Schritt 5 der Anleitung.

Ist die SWOT-Analyse im kostenlosen Starter enthalten?

Nein, sie gehört zu den Pro-Methoden. Im Starter nutzt du 12 Kernmethoden, darunter Stakeholder-Analyse, Risikomatrix, SMART-Ziele und RACI-Matrix. Im 14-Tage-Test kannst du alle 102 Methoden ausprobieren.

Passende Methoden

← Alle Methoden